Märzen-Zapfen
Märzenbier

Das Helle als Biersorte ist vor allem in Bayern ein untergäriges, gelbes Bier mit einer Stammwürze zwischen 11 und 13 % und einem Alkoholgehalt von 4.5 bis 6 %.

Die bayrische Brauordnung aus dem Jahre 1516 (Reinheitsgebot) legte fest, dass nur zwischen dem 29. September (Michaeli) und dem 23. April (Georgi) gebraut werden durfte. In den fünf Monaten danach war es den Bierbrauern verboten, Bier zu produzieren. Grund war die in den Sommermonaten erhöhte Brandgefahr beim Biersieden.

Hinzu kommt, dass die Herstellung des in Bayern beliebten untergärigen Biers Temperaturen von unter zehn Grad erforderte, weshalb bis zur Erfindung der Kältemaschine die Produktion dieses Biers während der Sommermonate nicht in angemessener Qualität möglich war.

Um nun bis zum Beginn der nächsten Brausaison nicht ohne das geliebte Bier sein zu müssen, war eine längere Haltbarkeit des Bieres nötig. Dies erreichte man durch Erhöhung des Gehaltes an Stammwürze und Alkohol  oder auch durch stärkere Hopfung. Zusätzlich musste man für eine kalte Lagerung sorgen. Da die technische Kühlung noch nicht erfunden war, kamen hierfür ausschließlich tiefe Felsenkeller in Frage. Wenn möglich, wurden diese noch mit Natureis in großen Blöcken bestückt. Das während des Winters eingebrachte Eis schmolz im Felsenkeller nur langsam; so konnte im Felsenkeller für gewöhnlich bis März frisches Eis eingebracht werden, woher sich auch der Name Märzen ableitet.
Geschmack
vollmundig, kräftige Hopfennote

Farbe
dunkel golden

Typ
obergärig

Alkohol
ca. 5.0%