Wissenswertes über Bier
Geschichte

Bier gibt es schon seit sehr langer Zeit – schon in Mesopotamien wurde Bier gebraut und getrunken. Es ist jedoch zu bezweifeln, ob es unseren Geschmack befriedigt hätte. Auch die Römer kannten Bier. Sie nannten es „Cervisia“ nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres.
Im europäischen Mittelalter führten Klosterbrauereien einen geregelten Braubetrieb. Während dieser Zeit wurden in vielen Gegenden trotz sehr niedriger Bierpreise im Durchschnitt 20% des Lohns für den Bierkonsum ausgegeben. Bier galt auch als geeignetes Getränk für Kinder, da es damals einen geringeren Alkoholgehalt als heute hatte und das Bier durch das Kochen des Hopfens weitgehend keimfrei war – im Gegensatz zum damaligen Trinkwasser. Auch war es wegen seines hohen Kaloriengehaltes eine wichtige Ergänzung der oft knappen Nahrung.
Zu jener Zeit legten die Brauer oft Kräuter um den Sudkessel, um böse Geister fern zu halten. Wegen mangelnder Erfahrung und schlechter Fertigungstechniken brachte die Herstellung oft nur ein ungenießbares Getränk hervor. Der Aberglaube schob die Schuld dann auf die „Bier- oder Brauhexen“. Angesichts des hohen Bierkonsums im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Bier für den städtischen Fiskus und die seit etwa 1500 entstehenden Steuerbehörden von großem Interesse. Bereits im Spätmittelalter wurden fast überall im deutschen Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben.

Quelle der Artikel im Teil "Brauen - Wissenswertes":
wikipedia (angepasster und ergänzter Text)